Reisen & Gesundheit

Reisen bei Vorerkrankungen - Diabetes mellitus

• Bei heißem Wetter benötigen Sie weniger Nahrung und damit u.U. weniger Insulin.
• Sport spart Insulin.
• Vorsicht bei Alkohol ohne Zucker und wenig Essen (Neigung zu Unterzuckerung ). Aber: viele Speisen werden mit viel Kohlenhydrat zubereitet. Beispiel: Fruchtsalat.
• Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welches Insulin am besten unter höheren Temperaturen lagerbar ist. Eventuell Zugabe von Kühlelementen (Kühlschranktemperatur). Insulin lichtgeschützt verwahren.
• Vorsicht vor auffallenden Etuis für das Insulin: Diebstahlgefahr! Besser sind unauffällige Behältnisse. Deponieren Sie ein Ersatzbesteck und Ersatzinsulin an einem sicheren Ort (Hotelsafe).
• Immer einen internationalen Diabetikerausweis mitführen!
• Informieren Sie sich vor Antritt der Reise über die Adresse des besten und rasch zu erreichenden Krankenhauses in Ihrem Reiseland. In der Regel verfügen Tropeninstitute über einige Kontaktadressen.
• Traubenzucker sollte in einem festen Behältnis zum Schutz vor Insekten aufbewahrt werden.
• Wenn Sie Ausflüge planen, gehen Sie nicht alleine, informieren Sie bei körperlichen Beschwerden rechtzeitig ihre Mitreisenden (Reiseleiter) über ihre Erkrankung
• Wenn Sie einen Ausflug alleine planen, hinterlassen Sie eine Nachricht, wohin Sie gehen und wann Sie zurückzureisen beabsichtigen. Das gilt auch für kleine Spaziergänge.
Bei Reisen in Ost-West-Richtung bzw. in West-Ost-Richtung ist die Zeitverschiebung zu berücksichtigen.
Bei Reisen nach Osten verkürzt sich der Tag. Die Insulindosis ist entsprechend zu reduzieren.
Als Faustregel kann gelten: Die innerhalb von 24 Std. zu verabfolgende Insulindosis reduziert sich um den Bruchteil der sich aus der Zeitverschiebung ergibt. Werden die Uhren bei einer Reise nach Ostasien z.B. um 6 Std. vorgestellt, reduziert sich der Insulinbedarf um 6/24 = ¼. Im Gastland sind dann unter entsprechender Blutzuckerkontrolle die bisherigen Insulindosen zu verabfolgen.
Bei Reisen Richtung Westen gilt Entsprechendes mit umgekehrten Vorzeichen, d.h. die Insulinmenge ist entsprechend der Zeitverschiebung vorübergehend zu erhöhen, zweckmäßigerweise durch eine zusätzliche Insulindosis.
Bei Diabetikern kommt es häufiger zu Herzkranzgefäß-Veränderungen ohne typische Warnsymptome wie Brustenge usw.. Nehmen Sie Warnsymptome in jedem Fall ernst, vor allem, wenn diese bei körperlicher Belastung auftreten! Hinter einem Kollaps kann sich auch ein Herzinfarkt verbergen!
Achten Sie auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr bei heißem Wetter: ohne körperliche Anstrengung benötigen Sie mindestens 3 Liter pro Tag. Achten Sie darauf, daß der Urin stets eine helle klare Farbe behält, dies ist ein Zeichen dafür, daß Ihre Flüssigkeitsbilanz stimmt. Erhöhte Harnglucose und Harnwegsinfektionen begünstigen sich gegenseitig.
Sie sind durch die drohende Elektrolytverschiebung bei Durchfall und Erbrechen stärker gefährdet als andere Menschen. Begeben Sie sich bei Durchfall rechtzeitig in ärztliche Behandlung. Bedenken Sie, daß Sie bei Durchfall und Erbrechen nur unzureichend Nahrung resorbieren. Sie benötigen weniger Insulin.
Achten Sie auf kleine Verletzungen der Haut, insbesondere der Füße. Bei Diabetikern kommt es sehr schnell zu großen Hautinfektionen. Vermeiden Sie das Kratzen an Insektenstichen. Ein Gel z.B. Fenistil  bringt häufig schnelle Linderung
Achten Sie auf gutes Schuhwerk, welches luftig sein sollte. Kontrollieren Sie Ihre Füße täglich auf Verletzungen!

Impfungen für Fernreisen

Auf jeden Fall alle Impfungen, zu denen auch in Deutschland geraten wird. Kinder sollten entsprechend den Empfehlungen für das jeweilige Alter geimpft sein, und auch - das ist ganz wichtig- Jugendliche bis zu 18 Jahren.
Erwachsene brauchen eine Grundimmunisierung gegen Kinderlähmung ( Poliomyelitis ) sowie alle 10 Jahre Auffrischimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie. Ab 60 Jahren stehen außerdem noch die Impfungen gegen die Virusgrippe ( Influenza ) und Pneumokokken an.
Weitere Impfungen hängen davon ab, wohin die Reise geht.
Eigentlich nein. Eine Ausnahme kann allerdings die Impfung gegen Hepatitis A sein, z.B. für sog. Rucksacktouristen. Als Faustregel gilt, daß in allen Ländern südlich von Deutschland ein erhöhtes Hepatitis-A-Risiko besteht.
In diesen Ländern ist das Risiko, schwer zu erkranken, erheblich größer als in Europa. Pauschalurlaubern, speziell wenn die Reise nach Ägypten geht, werden Impfungen gegen Hepatitis A, Kinderlähmung und evtl. auch Hepatitis B empfohlen.
Abenteuerreisende sollten sich immer gegen Typhus und je nach Reiseland auch gegen Tollwut impfen lassen.
Alle Touristen sollten außerdem auf guten Mückenschutz achten und beim Essen vorsichtig sein.
Man muß sich darauf einstellen, daß in anderen Ländern andere Krankheiten vorkommen!
Reisenden in ein Gelbfiebergebiet wird die entsprechende Impfung empfohlen.
Wer Safari-Touren auf dem Programm hat, sollte sich außerdem gegen Typhus impfen lassen.
Je nach Reiseland kann auch ein Impfschutz gegen Tollwut sinnvoll sein.
Gegen die in den Tropen verbreitete Malaria gibt es keine Impfung, vorbeugende Medikamente und ein guter Mückenschutz sind daher besonders wichtig.
Ja, z.B. die Impfung gegen Meningokokken in den Tropen. Für den afrikanischen "Meningitisgürtel" läßt sich als Faustregel festhalten: Wer bei uns in der Zeit zwischen Herbst und Frühjahr abreist, dem wird die Impfung empfohlen. Das gilt vor allem für Abenteuerreisende, die häufig mit Einheimischen in Kontakt kommen. Für beruflich Reisende ist diese Impfung ebenfalls Standard. Herrscht im Zielgebiet ein Meningitis-Ausbruch, werden auch Pauschalreisende geimpft.
Die Übertragung erfolgt vornehmlich durch viruskontaminierte Speisen, z.B. Muscheln, Salat, ungeschältes Obst oder durch virusverunreinigtes Wasser, das zum Zähneputzen, zur Bereitung von Eiswürfeln und Speiseeis verwendet wird.
→ Cook it, boil it, peel it, or forget it! ( Koche es, brate es, schäle es, oder vergiß es! )
Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten.

Jetlag - Biorhythmus aus dem Takt

Ein Reisender, der vormittags mit dem Flugzeug nach Ostasien startet, hat sein Ziel meist in zehn bis fünfzehn Stunden erreicht. Zu Hause in Deutschland ist es inzwischen Abend geworden; unser Reisender wird langsam müde, weil seine gewohnte Schlafenszeit naht. Am Zielort ist jedoch wegen der Zeitverschiebung schon wieder ein geschäftiger Vormittag angebrochen, und zum Ausruhen bleibt wenig Zeit: Für einen Geschäftsmann steht vielleicht eine wichtige Besprechung auf dem Programm, den Touristen locken faszinierende Sehenswürdigkeiten. Wenn da nur nicht diese bleierne Müdigkeit wäre...
Unsere körpereigenen Rhythmen - etwa die Schlaf- und Wachphasen oder die täglichen Schwankungen von Blutdruck und Temperatur - folgen etwa im 24-Stundentakt einer "inneren Uhr". Bei einer Reise über mehrere Zeitzonen hinweg gerät dieser Biorhythmus vorübergehend aus dem Gleichgewicht. Unser Körper braucht dann einfach ein paar Tage, um sich an die neue Ortszeit zu gewöhnen. In dieser Anpassungsphase ist man tagsüber oft müde, und nachts findet man keinen Schlaf. Es kann auch zu Schwindel, erhöhter Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, vermindertem Reaktionsvermögen und Verdauungsstörungen kommen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang vom Syndrom der Zeitverschiebung oder vom Jetlag.
Wie stark die Beschwerden auftreten und wie schnell die Umstellung gelingt, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Jüngere Menschen und solche, die gesundheitlich topfit sind, kommen meist besser damit zurecht. Und auch auf dem Persönlichkeitstyp kommt es an: "Abendmenschen", also Personen, die erst später am Tag so richtig aktiv werden, haben meist weniger Probleme, als diejenigen, die schon morgens in Hochform sind. Die Flugrichtung spielt ebenfalls eine Rolle: Erfahrungsgemäß gibt es bei Flügen nach Westen, z.B. nach Amerika, weniger Anpassungsprobleme als bei einer Reise in östliche Richtung, etwa nach Thailand oder Indonesien.
Etwas einfacher wird die Umstellung, wenn man den Körper ein wenig auf die Zeitverschiebung vorbereitet: Vor einem längeren Flug nach Osten geht man am besten einige Tage lang mindestens eine Stunde eher ins Bett und steht auch entsprechend früher auf. Geht’s nach Westen, bleibt man dagegen abends länger wach und schläft sich morgens gut aus.

Und auch während der Reise kann man einiges tun, um dem Körper bei der Anpassung an die Ortszeit zu helfen:
  • Trinken sie während des Fluges reichlich, allerdings keinen Alkohol, Kaffee oder schwarzen Tee.
  • Essen sie unterwegs nur leichte Kost
  • Wenn sie angekommen sind, versuchen sie, sich möglichst schnell dem örtlichen Tagesrhythmus anzupassen
  • Helles Tageslicht hilft dem Körper dabei, sich umzustellen. Gehen sie also ins Freie, wenn sie munter werden oder munter bleiben wollen.
  • Auch die Ernährung kann die Anpassung unterstützen: Eiweißreiche Kost ( z.B. Milch, Eier, Fleisch ) macht aktiv und sollte deshalb morgens und mittags bevorzugt werden: Kohlenhydratreiche Nahrung ( Nudeln, Reis, Gemüse ) wirkt eher entgegengesetzt und ist daher ideal fürs Abendessen
  • Lassen sie es in den ersten Tagen nach Möglichkeit etwas ruhiger angehen, überfordern sie sich nicht.
  • Wenn sie stärkere Schlafprobleme fürchten, lassen sie sich vom Arzt oder Apotheker beraten, welche Arzneimittel sie unterstützend einsetzen können.

Was gehört in die Reiseapotheke

  • Regelmäßig einzunehmende oder anzuwendende Medikamente in ausreichender Menge
  • Mittel gegen Reisekrankheit
  • Mittel gegen Magen- Darm- Beschwerden (Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Verstopfung)
  • Mittel gegen Schmerzen und Fieber
  • Mittel gegen Erkältung und Halsschmerzen
  • Mittel gegen Kreislaufprobleme
  • Sonnenschutzmittel
  • Mittel zur Abwehr von Insekten (Mücken- und Zeckenschutz)
  • Mittel gegen Verbrennungen und Insektenstiche
  • Mittel gegen vegetativ bedingte Beschwerden wie Einschlafstörungen, Nervosität, etc.
  • Augentropfen (gegen Bindehautentzündung), evtl. Ohrentropfen
  • Verhütungsmittel/ Kondome
  • Fieberthermometer
  • Pflaster, Kompressen, Mullbinden, elastische Binden
  • Schere, Pinzette
  • Desinfektionsmittel, evtl. Wasserentkeimungsmittel

  • Reisepapiere (Ausweis, Pass)
  • Reisekrankenversicherung (was bezahlt die Krankenkasse im Falle eines Falles, evtl. Auslandsreise- Krankenversicherung abschließen)
  • Rechtzeitige Schutzimpfung (Auskunft gibt Ihr Arzt oder Apotheker, das Gesundheitsamt oder eine tropenmedizinische Beratungsstelle)
  • Vorbeugung gegen Malaria (Vorbeugende Therapie rechtzeitig anfangen)
  • Evtl. Reisekompressionsstrümpfe (v.a. bei Venenleiden und Thrombosegefahr bei langer Flug- bzw. Fahrzeit) / Venengymnastik durchführen
  • Reist ein Baby (mind. 3 Monate) mit, sollte der Kinderarzt vor Antritt der Reise seine Zustimmung geben
  • Erkrankte sollten vor Antritt der Reise mit ihrem Arzt sprechen
  • Ältere Menschen mit Gesundheitsproblemen sollten sich vorher informieren, ob es am Urlaubsort einen Arzt gibt, der deutsch spricht
  • Notwendige Medikamente und europäischen Notfallausweis (enthält die wichtigsten Angaben über Erkrankung und aktuelle Medikation)- erhältlich beim Deutschen Bundesverlag- während der Reise stets im Handgepäck bei sich haben
  • Diabetiker- Reiseapotheke (immer griffbereit):
    Insulin, Tabletten; Spritzen, Kanülen, Pen, Pumpe; Testgerät und Teststreifen für die Blutzucker- bzw. Harnzuckerkontrolle, Protokollheft; Traubenzucker; Diabetikerausweis; bei Auslandsreisen in der jeweiligen Landessprache; ebenfalls bei Auslandsreisen: Bescheinigung vom Arzt über benötigte Medikamente und das Injektionszubehör (für den Zoll)
  • Bei Zeitverschiebungen muß evtl. die Insulinmenge angepaßt werden

Medikamente, die der Hund evtl. regelmäßig benötigt:
  • Mittel gegen Reisekrankheit
  • Augen- u.Ohrentropfen
  • Hirschtalg zur Behandlung rissiger Pfoten
  • Floh- u. Zeckenhalsband
  • Pinzette
  • Zeckenzange

Das sollte im Auto für den Hund griffbereit sein:
  • Leine und Halsband (mit Namensschild, Urlaubs- u. Heimatadresse)
  • Wasserflasche und Trinknapf
  • Kauknochen
  • Maulkorb
  • internationaler Impfpass und Grenzpapiere
  • Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer
  • "Gassi- Set" oder Plastiktüte, Papier/ Tuch

Kleines Reisemagazin

Im Falle einer ärztlichen Behandlung im Urlaub, sollte man sich rechtzeitig vor Antritt der Reise darüber informieren, welche Leistungen die Krankenkasse übernimmt. So könnten evtl. Behandlungskosten bzw. Kosten für den Rücktransport entstehen. Deshalb kann der Abschluss einer Auslandsreise- Krankenversicherung sehr sinnvoll sein; generell empfiehlt sich eine solche Versicherung für Reisen außerhalb der EU bzw. außerhalb der Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht.
Für Privatversicherte besteht im allgemeinen ein Versicherungsschutz für die europäischen Länder - für eine befristete Zeit - auch für außereuropäische Staaten. Da die Regelungen der privaten Krankenversicherungen aber nicht einheitlich sind, sollten sich Privatversicherte genau erkundigen, welche Leistungen im Falle einer Erkrankung übernommen werden.
Durch rechtzeitige Schutzimpfungen, vorbeugende Einnahme bestimmter Medikamente und durch Einhaltung von Hygieneregeln am Urlaubsort können Erkrankungen wie Reisedurchfall, Hepatitis A, Typhus und Malaria, vermieden werden.
Fernreisende sollten sich spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt ausführlich beim Arzt, Apotheker, Gesundheitsamt oder bei einem tropenmedizinischen Beratungsstelle beraten lassen, welche Schutzmaßnahmen für ihr Reiseziel sinnvoll sind.
Von besonderer Bedeutung ist die Vorbeugung gegen Malaria. Mit der Einnahme des Medikamentes, welches der Arzt auf das Reiseziel abstimmt, muß man bereits etwa eine Woche vor der Einreise in ein Malariagebiet beginnen und man darf das Präparat erst vier Wochen nach der Ausreise wieder absetzen. Zusätzlich zur medikamentösen Vorbeugung sollte man sich im Urlaub so gut wie irgend möglich vor Mückenstichen schützen, z.B. durch körperbedeckende Kleidung, mückenabweisende Mittel und ein Moskitonetz über dem Bett.
Patienten mit Venenleiden sollten bei längeren Auto- oder Busfahrten und Flügen unbedingt Stütz- bzw. Kompressionsstrümpfe tragen und Venengymnastik durchführen.
Man sollte frühzeitig prüfen, ob der Ausweis oder Pass noch gültig ist oder gänzlich fehlt. Behörden brauchen bekanntlich ihre Zeit! Aus jeden Fall sollte man Fotokopien der Personalpapiere anfertigen und diese gesondert aufbewahren. Das kann bei einem eventuellen Verlust der Originalpapiere die Neubeschaffung sehr erleichtern.
Am besten läßt sich das Problem der Betreuung von Haus und Wohnung im Rahmen der Nachbarschaftshilfe lösen, zumal man sich bei entsprechenden Gelegenheiten gut revanchieren kann. Auch die Unterbringung der Haustiere muß frühzeitig geplant werden, z.B. in Tierpensionen oder Zoofachgeschäften, welche die Tiere während der Urlaubszeit in Pflege nehmen. Weiterhin vermittelt der Deutsche Tierschutzbund Tierpatenschaften im Rahmen der Aktion: "Nimmst du mein Tier, nehm` ich dein Tier".
Das Baby sollte mindestens drei Monate alt sein und der Kinderarzt seine Zustimmung geben. Die Eltern müssen sich im klaren sein, daß ihr Kind im Urlaub nicht weniger, sondern eher mehr Aufmerksamkeit braucht als zu Hause.

Wahl des Urlaubsortes:
  • mildes Klima mit Temperaturen zwischen 20 und 24°C (Ostsee, Mittelgebirge), weder zu kalt noch zu warm noch zu hoch- und auch nicht zu weit
  • von Fernreisen im ersten Lebensjahr wird abgeraten (Klimaveränderung, Zeitverschiebung, Infektionsgefahr belasten das Kind zu stark)
  • Kinderarzt in der Nähe des Urlaubsquartiers
  • Reiseapotheke für das Baby
  • An- und Abreise möglichst wenig strapaziös gestalten (z.B. Fahrt im Zug statt im Auto)
  • damit das Baby genügend Zeit zur Umstellung hat, sollte der Urlaub möglichst nicht kürzer als drei Wochen sein
  • gewohnten Tagesablauf / Ernährung (nötigen Vorrat mitnehmen) auch am Urlaubsort weitgehend einhalten

Sonne:
  • täglich allenfalls ein paar Minuten direkte Sonnenstrahlung
  • Schatten und Halbschatten - gegen Strahlung mit Mützchen und Hemdchen schützen
  • mit speziellen Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen

  • Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit lassen nach (feuchtheißes Klima nicht ideal, langsam an die Höhe von Hochgebirgen gewöhnen)
  • weit entfernte Reiseziele sollten nicht zu kurze Aufenthalte haben, damit sich der Körper in Ruhe anpassen kann (Zeitverschiebung)
  • nicht zuviel zumuten (sportlich wie kulturell)
  • bei der An- und Abreise Überanstrengungen möglichst vermeiden (Wochenendstaus und Hitze vermeiden)
  • erkrankte sollten vor Antritt der Reise mit ihrem Arzt sprechen (Luft- und Sauerstoff-Druckverhältnisse im Flugzug können Probleme bereiten
  • nicht fliegen sollten ältere Menschen dann, wenn sie an schweren Atemwegserkrankungen wie z.B. Bronchialasthma oder schweren Herzrhythmusstörungen leiden oder wenn ihr Blutdruck bei 200/100 mm Hg liegt. Auch wer gerade einen Herzinfarkt oder bestimmte Augenoperationen überstanden hat, muß einige Zeit warten, bevor er wieder ein Flugzeug besteigt
  • ältere Menschen mit Gesundheitsproblemen sollten sich vorher informieren, ob es am Urlaubsort einen Arzt gibt, der deutsch spricht
  • notwendige Medikamente und den europäischen Notfallausweis, der die wichtigsten Angaben über Erkrankung und die aktuelle Medikation enthält (erhältlich beim Deutschen Bundesverlag) während der Reise stets im Handgepäck bei sich haben

  • bietet das Hotel Diätküche? Ist die medizinische Versorgung gesichert? Kann man im Notfall Ersatz für abhanden gekommenes Insulin oder Zubehör bekommen?
  • während die normale Reiseapotheke in den Koffer kann, sollte der Diabetikerbedarf immer griffbereit sein:
  • Medikamente in ausreichender Menge
  • Diabetiker- Reiseapotheke:
  • Insulin, Tabletten
  • Spritzen, Kanülen, Pen, Pumpe
  • Testgerät und Teststreifen für die Blutzucker- bzw. Harnzuckerkontrolle, Protokollheft
  • Traubenzucker, evtl. kleine Zwischenmahlzeiten
  • Diabetikerausweis; bei Auslandsreisen in der jeweiligen Landessprache
  • ebenfalls bei Auslandsreisen: Bescheinigung vom Arzt über benötigte Medikamente und das Injektionszubehör (für den Zoll)
  • für längere Autofahrten: unterwegs immer Traubenzucker griffbereit halten und alle zwei Stunden Pause einlegen, in denen man Kekse, Brot, Obst oder ähnliches ißt.
  • Bei Zeitverschiebungen sollte man sich vom Arzt beraten lassen , wie die Insulinmenge anzupassen ist.

  • Wer zu Reiseübelkeit neigt, sollte sich vorsichtshalber rechtzeitig ein entsprechendes Medikament aus der Apotheke besorgen. Da diese Mittel die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen können, sind sie für Autofahrer jedoch nicht geeignet.
  • Verzichten Sie während der Reise auf umfangreiche Mahlzeiten; bevorzugen Sie leichte Kost in kleineren Portionen. Dafür sollten Sie aber unbedingt auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten; das gilt besonders für Fahrten in den Süden und für Flugreisen.
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich; auch im Sitzen kann man Gymnastik machen. Wer Venenprobleme hat, sollte auf längeren Reisen Stützstrümpfe tragen.
  • Bei langen Strecken mit dem Auto sollte man alle eineinhalb bis zwei Stunden eine Pause einlegen - Zeit fürs Beinevertreten, für ein paar Lockerungsübungen, für einen kleinen Imbiss.
  • Wenn man nach zehn Stunden das Ziel noch nicht erreicht haben sollte, empfiehlt es sich anzuhalten und eine Nacht in einem Hotel zu verbringen.
  • Wer es einrichten kann, sollte an bestimmten Tagen nicht mit dem Auto in den Urlaub starten (Ferien, Wochenende).
  • Um Reizungen (durch trockene Luft und spezielle Druckverhältnisse) der Schleimhäute bei Flugreisen vorzubeugen, sollte man Augentropfen und Nasensalbe verwenden. Kontaktlinsentäger sollten während des Fluges lieber eine Brille tragen.
  • Das bei Start und Landung häufig auftretende unangenehme Druckgefühl kann man durch bewußtes Gähnen, Schlucken oder Kaugummikauen lindern. Abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays helfen Flugreisenden, bei denen der Druckausgleich zwischen Mittelohr und Nasen- Rachen- Raum z.B. aufgrund einer erkältungsbedingten Verstopfung der Ohrtrompete erschwert ist.

  • Muten Sie Ihrer Haut nicht zuviel zu, gewöhnen Sie sie langsam an die Sonne. Vermeiden Sie vor allem die intensive Mittagshitze.
  • Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Wählen Sie den Lichtschutzfaktor ihrem Hauttyp entsprechend aus.
  • Cremen Sie sich rechtzeitig ein, bevor Sie nach draußen gehen; besonders reichlich auf den sogenannten "Sonnenbalkonen", also auf Stirn, Nase, Schultern und Dekolleté.
  • Wenn Ihre Haut empfindlich auf Emulgatoren, Fette, Konservierungsstoffe o.ä. reagiert, lassen Sie sich am besten in der Apotheke beraten, welche Sonnenschutzmittel für Sie geeignet sind.
  • Hier finden Sie auch kühlende und pflegende Präparate, die die Haut nach dem Sonnenbad beruhigen und die helfen, die Sonnenbräune lange zu erhalten.
  • Kinderhaut ist besonders empfindlich, Schäden werden erst nach vielen Jahren sichtbar (Hautkrebs). Am besten läßt man die Kleinen nur für kurze Zeit in die Sonne und zwar gründlich eingecremt mit einem speziellen Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und mindestens mit Hemdchen oder T- Shirt und Hut bekleidet. Die Mittagssonne ist tabu.
  • Augen durch eine Sonnenbrille mit hochwertigen Gläsern vor der aggressiven UV- Strahlung schützen.

  • Baden Sie niemals mit vollem oder ganz leerem Magen.
  • Kühlen Sie sich ab, ehe Sie ins Wasser gehen.
  • Informieren Sie sich über Strömungen und Wellengang.
  • Unbekannte Ufer bergen möglicherweise Gefahren. Gehen Sie vorsichtig ins Wasser.


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